TV 48 Erlangen – TSV
Beim TV stand der Saisonauftakt unter ungünstigen Vorzeichen. So musste Trainer Wolff verletzungs- bzw. urlaubsbedingt nahezu auf seine komplette Offensive verzichten. Das soll aber den verdienten Erfolg der Gäste nicht schmälern, die sich kompakt, zweikampfstark und vor allem konsequent im Ausnutzen ihrer Torchancen zeigten. Die erste Möglichkeit hatten dann auch gleich die Gäste. Nach einem Freistoß von der rechten Seite hatte die TV-Defensive Heubeck am rechten 16er-Eck vergessen, doch der setzte die Kugel freistehend über das TV-Tor. Auf der Gegenseite brannte es im Gästestrafraum das erste Mal, als Christian Oppelt eine Leipold-Flanke an die Unterseite der eigenen Latte klärte. In der 25. Minute wurde der agile Tim Sölla kurz vor dem 16er der Gäste gefoult. Torhüter Bauer konnte aber den zu schwach getretenen Freistoß von Leipold halten. Nur zehn Minuten später folgte der nächste Freistoß aus gleicher Position. Doch diesmal verhinderte ein Gästebabwehrspieler in der Mauer den Einschlag. Als dann alle mit dem Halbzeitpfiff des Schiedsrichters rechneten, fiel der zu diesem Zeitpunkt völlig überraschende Führungstreffer für die Gäste. Nach einem Freistoß auf Höhe der Mittellinie (!!) ließ die TV-Innenverteidigung Jan Raber von den Gästen am 16er-Eck ungehindert köpfen. TV-Keeper Ebersberger konnte nicht richtig klären und Junggunst schob den Ball aus sechs Metern zum 0:1-Pausenstand ins Tor. Die erste Chance nach der Pause hatte dann der TV. Doch Torhüter Bauer klärte den Kopfball von TVler Efe Gür.
In der 60. Minute fiel die Vorentscheidung. Der TV vertändelte in der Vorwärtsbewegung den Ball, war hinten zu offen und der Gästespieler Max Geyer schaltete auf der rechten Seite den Turbo ein. Lief seinem Gegenspieler davon und passte von der Grundlinie auf den hinten eingelaufenen Heubeck, der die Pille aus acht Metern ins Tor schob. In der 77. Minute wurden die 48er wieder ausgekontert. Jibril konnte sich nur durch ein Foulspiel helfen und Heubeck verwandelte sicher zum 0:3. Das 1:3 durch einen schönen Kopfball von Gatersleben nach Leipold-Freistoß war dann nur Ergebniskosmetik (80.). Mit dem Schlusspfiff schloss der eingewechselte Moritz Fischer einen Konter der Gäste dann sogar zum 1:4 ab.